Mithilfe von ausgewogener Ernährung, einem gesunden Lebensstil und Supplements wie Mönchspfeffer kann man Periodenkrämpfen vorbeugen. Wenn sie trotz allem mit voller Kraft zuschlagen, helfen Hausmittel wie Wärmflaschen – aber auch Bewegung, wie zum Beispiel sanfte Yogaübungen.
Bewegung lindert Periodenschmerzen
Auch wenn man sich, während der ersten ein, zwei Tage der Periode am liebsten mit einer Wärmflasche unter der Bettdecke verkriechen möchte: die Regelschmerzen werden davon nicht besser. Eher im Gegenteil: Bei Periodenkrämpfen handelt es sich um sogenannte Ischämieschmerzen. Das bedeutet, dass die Schmerzen durch Minderblutung – also schlechte Durchblutung – verstärkt oder sogar bedingt werden können. Also: Zähne zusammengebissen und raus aus den Federn! Oft reicht schon ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, um erste Abhilfe gegen Regelschmerzen zu verschaffen. Auch Sportarten, die den Puls nach oben treiben - sofern man die Energie dafür hat - wie Schwimmen, Joggen oder Radfahren können Periodenschmerzen lindern.
Gezielte Muskelentspannung: diese Übungen helfen
Während der Periode zieht sich die Gebärmutter zusammen, um so die Schleimhaut abzustoßen, die während des restlichen Zyklus aufgebaut wurde. Wie bemerkbar sich dieses Zusammenziehen macht, ist von Person zu Person verschieden. In starken Fällen können die Krämpfe jedoch in den unteren Rücken und sogar bis in die Beine ausstrahlen, und verursachen so starke Schmerzen und generelles Unwohlsein. Um die verspannten Muskeln zu lockern und bei Krämpfen Linderung zu verschaffen, können diese Yogaübungen helfen:
- Die Haltung des Kindes: Dabei werden die Leisten gedehnt und der untere Rücken entlastet. Dafür die Knie mattenbreit auseinanderbringen, die Stirn zum Boden bringen und den Oberkörper ablegen. Die Arme lang nach vorne oder hinten ausstrecken.
- Katze-Kuh: Diese dynamische Yogahaltung ist eigentlich immer empfehlenswert – egal ob zum Periodenschmerzen lindern oder einfach so. Vom Vierfüßler-Stand erst in ein geführtes Hohlkreuz kommen (Kuh) und dann den Rücken zu einem Katzenbuckel formen. Diese Übung regt sanft die Durchblutung an.
- Herabschauender Hund: Aus dem Vierfüßler-Stand die Zehen aufstellen, die Hüften nach oben ziehen und die Beine strecken, sodass ein umgekehrtes V entsteht. Die Beine leicht gebeugt lassen und dafür den Rücken in die Länge ziehen – so kommt der Kreislauf in Schwung.
- Kobra: eine wohltuende Dehnung für die Bauchmuskeln! Aus der Bauchlage heraus und auf die Hände gestützt vorsichtig Kopf und Brustbein anheben, ohne dabei den Kopf in den Nacken zu werfen. Fühlt sich das gut an, kann man die Hüften anheben und die Arme strecken, sodass der Oberkörper ganz aufgerichtet ist.
- Po-Brücke: in Rückenlage die Knie hüftbreit aufstellen, zunächst die Hüften leicht kippen und dann anheben, sodass Schultern, Knie und Hüften eine Linie bilden. Diese Übung stärkt die Muskeln im unteren Rücken. Vorsichtig wieder auflösen.
- Liegender Schmetterling: Dazu in Rückenlage die Knie wieder beugen und die Fußsohlen aufeinander bringen. Dann die Knie vorsichtig in Richtung Matte öffnen. Die Hände auf dem Bauch ablegen.
- Beinkreisen: in der Rückenlage die Beine anziehen und mit den Armen umfassen, sodass eine Art „Päckchen“ entsteht. Dann erst in eine, dann in die andere Richtung sanft über den unteren Rücken kreisen – und die entspannende Massage genießen!
Yoga ist auch abseits der Periode als sanftes Training beliebt. Dennoch sollte man auch hier während der Menstruation achtsam vorgehen: wenn ihr eine Übung als unangenehm empfindet, solltet ihr sie nicht durchführen. Andernfalls können aber auch anspruchsvollere Yogaabläufe absolviert werden – hört auf euren Körper und tut das, womit ihr euch wohlfühlt. Manche Yogalehrer raten davon ab, während der Regelblutung die sogenannten Umkehrhaltungen wie Kopfstand o.Ä. zu praktizieren. Auch hier gilt: Alles kann, nichts muss – denn schon ein wenig Bewegung reicht, um Periodenschmerzen zu lindern. Lest hier über die besten Periodenprodukte.
Achtung: Bei starken Menstruationsbeschwerden oder ungewöhnlichen Schmerzen und Symptomen ist ein Besuch beim Frauenarzt oder der Frauenärztin nötig, um Krankheiten auszuschließen oder behandeln zu können.