Aua - beim Aufstehen geht der Griff nach hinten, und ein schmerzverzerrtes Gesicht verrät es, Günter W. hat wieder massive Rückenprobleme. Damit zählt er zu einer Mehrheit in Deutschland, denn viele leiden unter Rückenschmerzen. Für diese gibt es verschiedenste Ursachen: Schlechte Haltung, mangelnde Bewegung, eine Verletzung, falsches Liegen oder Sitzen, Fußprobleme und vieles mehr.
Rückenschmerzen sind Hauptgründe für Krankschreibungen
Das Kreuz mit dem Kreuz zählt zu den Hauptgründen für Krankschreibungen. Dabei ist es besonders besorgniserregend, dass bei unter 20-jährigen Arbeitnehmenden ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist – nahezu jeder oder jede Fünfte (18 Prozent) hat in dieser Altersgruppe bereits mit Problemen im Rücken zu kämpfen, wie eine Studie der Heimat Krankenkasse zeigt.
Der „Tag der Rückengesundheit“, am 15. März, ist deshalb eine gute Gelegenheit, sich über Strategien zu informieren, um solchen Beschwerden aktiv vorzubeugen und entgegenzuwirken.
So vermeidet man Rückenprobleme
Hier einige Tipps:
- In Bewegung bleiben
Am wichtigsten, wie bei so vielen Beschwerden, ist Bewegung. Doch oft werden Rückenschmerzen falsch bewertet. So kann etwa der Rat, sich bei Schmerzen zu schonen, beim Rücken das Gegenteil bewirken, da zu wenig Bewegung die Muskulatur schwächen und damit die Schmerzen verstärken kann. Bei Schmerzen im Rücken also nicht in eine Schonhaltung gehen, sondern bewusst die Bewegung suchen. Ganz gleich ob Spazierengehen, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, sich zu bewegen, ist die beste Medizin. Durch sie wird der Rücken entlastet und die Muskeln werden gestärkt. Daher ist sie auch einer der wichtigsten Ratschläge, denn sie hilft, Beschwerden erst gar nicht entstehen zu lassen.
- Abnehmen
Bei vielen Betroffenen hilft es, das Gewicht zu reduzieren, denn durch Übergewicht wird der gesamte Bewegungsapparat überlastet – die Gelenke, die Muskulatur, und die Knochen. Gewichtsreduktion senkt das Risiko für Rückenprobleme und Bandscheibenvorfälle in vielen Fällen deutlich. - Ausreichend schlafen
Gesunder Schlaf ist Balsam für den Rücken. Wichtig ist dabei, dass die Bandscheiben, die während des Tages an Flüssigkeit verlieren und abflachen, die Möglichkeit bekommen, wieder aufzutanken und sich auszudehnen. Daher sind beispielsweise die richtige Matratze und der dazu passende Lattenrost von Bedeutung. - Stress abbauen
Rückenschmerzen haben oft auch psychosomatische Ursachen. So führt beispielsweise Stress zu Anspannung. Zeitdruck und Belastungen sitzen einem dann im wahrsten Sinne des Wortes „im Nacken“. Deshalb gilt es in allen Lebensbereichen, Stress möglichst zu vermeiden und für Entspannung zu sorgen. So können manchmal ein duftendes Bad in der Wanne oder ein beruhigender Waldspaziergang manchmal schon Wunder wirken. - Smartphone-Nutzung überdenken
Auf ein neues Phänomen weist die Wortschöpfung „Handynacken“ hin: Der gesenkte Kopf, meist noch über einen längeren Zeitraum, um auf den Bildschirm zu blicken, schadet oft der Nackenmuskulatur. Es kommt oft zu Verspannungen und Schmerzen, die bis in die Arme, Beine und den Kopf ausstrahlen können. Mit einer bewussteren und reduzierten Nutzung des Smartphones, lassen sich solche Beschwerden reduzieren.